Drehscheibe für morgen.
Für Bremen.

Neugestaltung des Betriebshofs, der Umsteigeanlage und des städtebaulichen Umfeldes in Gröpelingen

Projekt

Seit rund 100 Jahren fährt die Straßenbahn nach Gröpelingen. Die Endhaltestelle der Linien 2, 3 und 10 ist eine der meistgenutzten Haltestellen in Bremen-Stadt und mit acht Buslinien auch eines der wichtigsten Drehkreuze für den Nahverkehr in Richtung Bremen-Nord. Es ist jetzt an der Zeit, die Haltestelle und Umsteigeanlage, die Werkstätten und Arbeitsplätze sowie den benachbarten Straßenraum für die Zukunft fit zu machen.

Im Bremer Westen werden Nahverkehr, Fahrrad und Carsharing zukunftsfähig miteinander verknüpft. Zudem wird die städtebauliche Einbindung des Quartiers verbessert und Gröpelingen als Stadtteil mit seinen fast 38.000 Menschen aufgewertet. Dies sind die gemeinsamen Ziele der Projektbeteiligten, die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, das Amt für Straßen und Verkehr sowie die Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Gefördert wird das Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Rund um das Depot Gröpelingen ist viel los: Fast 24.000 Fahrgäste steigen hier tagtäglich ein, aus und um. Um sie herum rollen die Autos über die Gröpelinger Heerstraße und die Stapelfeldtstraße auf dem Weg in die Stadt und aus der Stadt. Dazwischen fahren Radfahrer, gehen Fußgänger. Mit dem jetzt anstehenden Bauprojekt soll der Verkehrsraum für alle Beteiligten besser organisiert werden. Das Herzstück dieses Bauprojektes ist eine komplett neue Umsteigeanlage mit kurzen und einfachen Wegen zwischen Bussen und Bahnen und damit aus und in den Stadtteil.

Ich verspreche mir von der anstehenden Umgestaltung des Depots Gröpelingen und des angrenzenden Straßenraums eine Aufwertung des Areals. Dabei ist es nicht nur eine funktionale und technische Aufwertung. Die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten eines solchen Projektes bedeuten für diesen zentralen Ort in Gröpelingen auch eine große Chance.

Ulrike Pala, Ortsamtsleiterin Gröpelingen

Die provisorische Umsteigeanlage geht in Betrieb

Nach kurzer Bauzeit geht die provisorische Umsteigeanlage am BSAG-Betriebshof Gröpelingen am 20. August in Betrieb. Für rund ein Jahr werden dort die Straßenbahnlinien 2, 3, 10 und N10 sowie die Buslinien 80, 81, 82, 90, 91, 92, 93 und N7 halten. Im Herbst kommenden Jahres wird dann die neue moderne und barrierefreie Umsteigeanlage an der Gröpelinger Heerstraße fertiggestellt sein.

Bus und Bahn an fünf Haltepositionen

An den zwei Bahnsteigen an der Debstedter Straße halten alle Busse und Bahnen künftig an fünf, mit Buchstaben bezeichneten Haltepositionen. Deren Standorte sind in der Grafik unten zu finden.

Position A – Straßenbahnlinien 2, 10 und N10
Position B – Straßenbahnlinie 3

Position C – Buslinien 80, 82, 91 und 92
Position D – Buslinien 81, 90, 93 sowie 95 und die Nachtlinie N7 (stadtauswärts)
Position E – Buslinie N7 (stadteinwärts)

Besonderheit der Linien 3 und 10

Die Bahnen der Linien 2 und N10 fahren wie gewohnt – und drehen aus der Stadt kommend über die Havemannstraße. Anders ist das bei den Linien 3 und 10. Sie können im Bremer Westen nicht wenden und tauschen daher ihre Liniennummer. Die Straßenbahnwagen der Linie 3 kommen künftig über die Stapelfeldstraße vorbei am Hafen und fahren ab Gröpelingen als Linie 10 über den Heerstraßenzug stadteinwärts. Die Wagen der Linie 10 machen es umgekehrt und fahren mit der Liniennummer 3 zurück in die Innenstadt.

Aktuelle Bauarbeiten in Gröpelingen

Im Zuge des Neubaus der Drehscheibe Gröpelingen wird in den kommenden Monaten auch der Straßenraum im Umfeld des Betriebshofs erneuert und umgestaltet. Diese Arbeiten an der Gröpelinger Heerstraße zwischen der Debstedter Straße und dem Schwarzen Weg haben am 4. November 2020 begonnen.

Die Anlieger-Informationen für die Baustelle gibt es »hier (als Pdf-Dokument).

Partner

Dr. Maike Schaefer

Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

»Die neue Umsteigeanlage bedeutet für Gröpelingen nicht nur eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur, sondern auch eine erhebliche Aufwertung des städtebaulichen Umfeldes. Insgesamt investiert die öffentliche Hand in den kommenden Jahren allein in das Areal an der Gröpelinger Heerstraße rund 16,7 Millionen Euro. Das kommt dem ganzen Stadtteil zu Gute.«

Sebastian Mannl

Leiter Amt für Straßen und Verkehr

»Mit der Neugestaltung des Straßenzugs zwischen Gröpelinger Heerstraße, Schwarzer Weg, Debstedter Straße und Stapelfeldtstraße und der Umsteigeanlage für die Straßenbahnen und Busse wird die verkehrliche Situation im Stadtteil spürbar verbessert. Der Rad- und Autoverkehr sowie die Busse und Straßenbahnen sind künftig klarer als bisher voneinander getrennt. Die Laufwege werden kürzer und sicherer und die Aufenthaltsqualität steigt deutlich – zum Vorteil aller Verkehrsteilnehmenden.«

Hajo Müller

Vorstand Bremer Straßenbahn AG

»Mit dem geplanten Umbau machen wir unseren Gröpelinger Betriebshof und die Umsteigeanlage fit für die Zukunft und für die neuen Straßenbahnen, die ab kommendem Jahr geliefert werden. Das Depot in Gröpelingen ist unser drittgrößtes Drehkreuz und damit für uns ein wichtiger Standort in unserer Stadt.«

Das Straßenbahndepot Gröpelingen wird zur Mobilitätsdrehscheibe umgebaut. Die Gestaltung des Areals sorgt für Aufenthaltsqualität, die Ansiedlung des Polizeireviers an diesem zentralen Ort entspricht den Wünschen der Bevölkerung. Das Umfeld der Heerstraße wird für alle Verkehrsteilnehmer modern gestaltet, der Heerstraßenzug gewinnt an Attraktivität, nicht zuletzt auch für unsere Geschäftsleute. Gröpelingen verbindet – zukünftig dann vielleicht auch mit einer Straßenbahn nach Oslebshausen.

Cornelia Wiedemeyer, Vorsitzende Gröpelingen Marketing e.V.

Bilder aus Gröpelingen

Bilder vom Betriebshof der BSAG im Januar 2020 kurz vor Beginn der Abrissarbeiten.

Bilder vom Abbruch der ehemaligen Wagenhalle an der Gröpelinger Heerstraße im Frühjahr 2020.

Bilder von den Gleis- und Straßenbauarbeiten im Umfeld des Betriebshofs

Bilder der provisorischen Umsteigeanlage an der Debstedter Straße

Downloads

Kontakt

Amt für Straßen und Verkehr
Telefon: 0421 361-9780
E-Mail: office@asv.bremen.de

Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau
Telefon: 0421 361-2407
E-Mail: office@umwelt.bremen.de

Bremer Straßenbahn AG
Telefon: 0421-5596-0
E-Mail: presse@bsag.de